Freitag, 13. März 2009

debattieren ist kein hobby, sondern eine lebenseinstellung

deshalb braucht das debattieren auch an der frankfurter goethe-uni raum und zeit -- damit es sich problemlos in mein leben einfügt... das alles ist seit kurzem nachzulesen, und zwar hier! der debattierclub "goethes faust" trifft sich wöchentlich und zwar immer mittwochs, 20h, im studierendenhaus, campus bockenheim. 

Freitag, 6. März 2009

obwohl es regnet...

...freu ich mich! und zwar auf würzburg! und auf kaffeetrinken mit meiner mama. und auf die debattantinnen und debattanten. und auf ein wiedersehen nach einem jahr. 

Sonntag, 8. Februar 2009

uncool

ich habe es geahnt: dreißig ist eben doch nicht das neue zwanzig... in einer jüngst gelesenen liste zu erwartender nachwuchstalente vermisste ich einen verweis auf meine person schmerzlichst... oder bin ich einfach kein jungstar mehr, sondern schon (halbwegs) etabliert?

die komischste vorstellung aber ist: 31 werden. nach 30 kommt unweigerlich 31. das ist schon eine ganz andere zahl. also nicht im mathematischen sinne. vielmehr wenn es um die konnotationen geht. dreißig klingt noch hip. vielleicht sogar cool. irgendwie nach loft und urbanem leben. aber einunddreißig? uncool. reihenhäuschen-im-grünen-mit-katzenbaum-mitten-im-wohnzimmer-uncool.

30 klingt nach...
...turnschuhe und hosenanzug
...jetzt noch mal was ganz anderes ausprobieren
...trainhopping durch südosteuropa
...spontanem trip zur berlinale
...auch mal currywurst essen

31 klingt nach...
...lindgrünem twinset
...ganz genau bescheid wissen
...joggen gehen mit jack-wolfskin-ohrwärmern
..."schatz, wir kaufen keine fertig zubereitete babynahrung, das machen wir alles selbst mit bio-gemüse!"

trauriges fazit: klingt nicht beides gleich verzweifelt? das eine ist lediglich der verkrampfte versuch, womöglich doch anders zu sein. das andere dagegen ist dagegen immerhin der rückzug in die selbst (?)gewählte spießigkeit. hm...

Donnerstag, 29. Januar 2009

lautsprecherdurchsagen, die mich peinlich berühren

neulich im ICE: penetrante bewerbung des speiseangebots im bordrestaurant. „gönnen sie sich doch einen russischen zupfkuchen mit einem heißgetränk ihrer wahl für nur vier euro fünfundneunzig!“ ...immer wieder! das ist mir unangenehm. ich fühle mich abgespeist, auf meine körperfunktionen reduziert. man hockt im zug, jedenfalls in der 2. klasse, ohnehin dem anderen gefühltermaßen (gefüüüühlt – der index schlechthin!) auf dem schoß.

ganz furchtbar, wenn man fremden menschen auch noch an einem tischplatz direkt gegenüber sitzt. ich sehe, was der andere isst. wo ihm die krümel hängen bleiben. dass er nach dem schnäuzen in sein taschentuch guckt. dass ein hemdknopf offensteht und einige der haare um seinen bauchnabel herauslugen. ich erlebe körperfunktionen von anderen menschen, die ich so detailiert gar nicht kennen lernen wollte.

und dann eben diese speisebewerbung – gerne auf sächsisch und viel zu laut, viel zu leise oder auch viel zu vernuschelt vorgebracht. ich will das nicht! kommt demnächst auch die mahnung über den lautsprecher, wer denn verdammtnochmal schon wieder die klobrille nicht heruntergeklappt habe? jedermensch weiß doch um die existenz des bordrestaurants. seit dem rauchverbot in zügen hat es aber doch jegliche daseinsberechtigung verloren. ein wässrig aufgegossener cappuccino mit klümpchen für dreifuffzich – also ich bitte schon sehr!

nun lässt sich die speisung im zug (noch!) anders als im flugzeug umgehen, man kann sich als selbstversorger am bahnhof mit ebenfalls teurem, aber ordentlichem kaffee wappnen und dazu beim bäcker noch eine nussecke einpacken lassen.

übrigens fehlen neben einem durchgängigen telefonnetz (funklochhopping!) ganz neuerdings präpositionen: „we arrive kassel wilhelmshöhe!“ – at! at! we arrive at kassel wilhelmshöhe! kann man den durchsagern und durchsagerinnen nicht eine liste mit korrekten phrasen (deutschen wie englischen) neben das mikrophon hängen? wir fahren ja auch nicht magdeburg und gehen aldi – oder doch?

auf dem weg von berlin nach frankfurt bemerke ich in spandau eine drängende lust auf kaffee – am bahnhof war natürlich mal wieder viel zu wenig zeit. ich gehe ins bordrestaurant, hole mir einen üblen, viel zu teuren cappuccino und zwänge mich wieder in meinen sitz am tisch – denn wo kann man entspannter zeitung lesen (aufgrund mangelnder funkverbindung keine mails, keine anrufe!) und dabei ab und zu ungeniert über den rand lugen, seine mitmenschen beobachten, ihren handygesprächen lauschen (wieso haben die empfang???) und abwarten, wie lange der krümel an der backe des gegenübers noch durchhält?

Montag, 12. Januar 2009

mama + papa

silvester



die weihnachtsgans-vorher-nachher-show

vorher
nachher